Frisches Brot… wie das duftet!

Nach Zuhau­se und Fami­lie, nach Kind­heit, nach Auf­wa­chen und Abend­rot, ja sogar ein biss­chen nach Lie­be.

Doch wer hat heu­te noch Zeit zum Backen? Und wer schafft es trotz Zeit­man­gel, sich immer „rich­tig“ zu ernäh­ren? Wie geht das über­haupt? Wie unter­schei­den wir Trends von wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen, wie stel­len wir die Balan­ce her zwi­schen alten Tra­di­tio­nen und neu­en Wegen, die zu unse­rem Leben pas­sen?

 

Am Anfang von MITOBACK steht die Geburt unserer Tochter 2014.

Mein Mann und ich haben immer auf eine gesun­de Ernäh­rung geach­tet. Doch mit der Ankunft neu­en Lebens frag­te ich mich: Wie macht das, was ich zu mir neh­me, unse­re Toch­ter gesund?

Ich begab mich auf neu­es Ter­rain und recher­chier­te zu den Nah­rungs­mit­teln, die wir im Super­markt fin­den. In fast allen Fer­tig­pro­duk­ten befin­det sich Indus­trie­zu­cker – im Apfel­mus, im Ketch­up, im Bal­sa­mi­coes­sig und im Rot­kraut. Ganz abge­se­hen von zucker­hal­ti­gem Brot oder Bröt­chen und Kuchen mit Invertzu­cker­si­rup.

 

Wie fast jeder, liebe auch ich den Duft frischer Brötchen.

Doch im Brot aus dem Super­markt sind kon­ven­tio­nel­le Meh­le, Indus­trie­zu­cker, Bin­de­mit­tel sowie Back­pul­ver mit künst­li­chen Säu­re­mit­teln ent­hal­ten. Das Grund­nah­rungs­mit­tel Brot besitzt ganz schön viel Mas­se für so wenig Nähr­stof­fe und Geschmack.

Ich woll­te wie­der sel­ber backen – mit bal­last­stoff­rei­chen und pro­te­in­hal­ti­gen Zuta­ten, die „low carb“ und doch lecker sind. Und ich fand gesun­de Alter­na­ti­ven:

Kalo­ri­en­ar­me Süßungs­mit­tel wie Ery­thrit und Xylit statt Indus­trie­zu­cker

Bal­last­stoff- und pro­te­in­rei­che Nuss- und Ölsaa­ten­meh­le statt Getrei­de­meh­le

Guar­ken­mehl, Floh­sa­men­scha­len­pul­ver, Johan­nis­brot­kern- und Lein­sa­men­mehl als Bin­de­mit­tel

Wein­stein­back­pul­ver statt künst­li­cher Back­trieb­mit­tel

Irgend­wann waren mei­ne Küchen­schrän­ke voll mit 15 Dosen Mehl, unend­lich vie­len Glä­sern mit Nüs­sen und Kör­nern und den unter­schied­lichs­ten Süßungs- und Bin­de­mit­teln. Das meis­te davon gab es nicht „um die Ecke“ zu kau­fen und schon gar nicht zu fai­ren Prei­sen…

Mei­ne Freun­de frag­ten mich oft, wo ich das selbst­ge­ba­cke­ne Brot oder den Kuchen gekauft habe. Ihre ungläu­bi­gen Gesich­ter, wenn sie erfuh­ren, dass ich das selbst geba­cken hat­te, bestärk­ten mich dar­in, mei­nen Weg wei­ter zu ver­fol­gen. Neben Kind und Beruf fehl­te mir fürs Aus­pro­bie­ren der neu ent­deck­ten Zuta­ten aber oft die Zeit – und mei­ne Küche quoll lang­sam über.

Mein Mann und ich pro­bier­ten zunächst Low Carb Back­mi­schun­gen aus. Die sind schnell zube­rei­tet und kom­men frisch aus dem Ofen. Doch die meis­ten Pro­duk­te waren ziem­lich teu­er und nicht beson­ders lecker. Bei einem Anbie­ter fan­den wir ein gutes Brot, bei dem ande­ren einen Kuchen, aber kei­ner der Her­stel­ler bot aus mei­ner Sicht eine gute Band­brei­te hoch­wer­ti­ger und lecke­rer Back­mi­schun­gen an. Das konn­te ich bes­ser!

Ich begann eine neue Suche.

Abend für Abend sap ich am Com­pu­ter und recher­chier­te Groß­händ­ler und Prei­se. Mei­ne Lis­te wur­de län­ger, die Näch­te wur­den kür­zer. Mit mei­nen eige­nen Rezep­ten kal­ku­lier­te ich Her­stel­lungs- und Ver­kaufs­prei­se und war schließ­lich zufrie­den:

100% natür­li­che Back­mi­schun­gen zu fai­ren Prei­sen? Das ist mög­lich!

Und zwar low carb und glu­ten­frei, ohne Indus­trie­zu­cker, Geschmacks­ver­stär­ker, Hefe, Kon­ser­vie­rungs­stof­fe und Emul­ga­to­ren. Schnell war klar, dass ich ande­ren Men­schen das bie­ten woll­te, was mir bis­her fehl­te: Die Mög­lich­keit, in kur­zer Zeit, mit weni­gen Hand­grif­fen und ohne Rega­le voll teu­rer Zuta­ten, gesun­des Brot zuzu­be­rei­ten.

Die Idee für „Essen ohne Verzicht“ war geboren.

Ich brauch­te nur noch einen pas­sen­den Namen und eine Web­site für mein Ange­bot. Wie so oft, frag­te ich mei­ne Mut­ter – eine Ärz­tin – um Rat.

Eine Low Carb Ernäh­rung sorgt für eine ver­bes­ser­te Ver­stoff­wechs­lung, mehr Ener­gie und ein lang­an­hal­ten­des Sät­ti­gungs­ge­fühl. Doch was ist eigent­lich der Motor in unse­rem Kör­per, der ver­stoff­wech­selt und somit die Ener­gie erst schafft, die wir zum Leben benö­ti­gen? Eine wich­ti­ge Rol­le über­neh­men die Mito­chon­dri­en. Die­se Kör­per­stof­fe sind bekannt als „Kraft­wer­ke der Zel­len“ und besit­zen sogar eine eige­ne DNA! Nach­dem mei­ne Mut­ter mir von den Mito­chon­dri­en erzählt hat­te, wuss­te ich, wie ich mei­nen Shop nen­nen woll­te: MITOBACK! Wie­der saß ich Abend für Abend am Com­pu­ter. Dies­mal bas­tel­te ich an mei­nem Bau­kas­ten-Online­shop – auch das, neu­es Ter­rain für mich.

Nach 1,5 Jahren Arbeit konnte mein Onlineshop endlich live gehen.

Ich war so auf­ge­regt! Zum Glück tru­del­te gleich am ers­ten Tag eine Bestel­lung ein. Von einem Bekann­ten, aber immer­hin. Wie die Geburt mei­ner Toch­ter war auch die­ser Tag der Anfang von etwas Neu­em.

 

Bis eine Backmischung final ist, braucht es manchmal 20 bis 40 Versuche.

Schon fünf Gramm mehr oder weni­ger ent­schei­den über guten Geschmack und die idea­le Kon­sis­tenz. Die per­fek­te Back­mi­schung kre­ieren – das ist mein Anspruch. Mei­ne „Ver­suchs­ka­nin­chen“ sind mein Mann und mei­ne Toch­ter. Ihnen tische ich mei­ne neu­es­ten Erfin­dun­gen auf und hof­fe auf die­sen ganz beson­de­ren Gesichts­aus­druck. Nur wenn es ihnen schmeckt, ist das Pro­dukt bereit für den Ver­kauf im Online­shop.

Heu­te hat MITOBACK einen Web­shop 2.0 und ein wach­sen­des Ange­bot an Low Carb Back­mi­schun­gen im Sor­ti­ment. Mein treu­er Kun­den­stamm beweist mir regel­mä­ßig, dass ich die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen getrof­fen habe. Auf dem Markt am Koll­witz­platz in Ber­lin kön­nen Kun­den mei­ne Back­mi­schun­gen vor mei­nen Augen pro­bie­ren. Das moti­viert mich, wei­ter­hin Neu­es aus­zu­pro­bie­ren. Neben einer Low Carb Eis­mi­schung soll es in Zukunft auch Tas­sen­ku­chen, Piz­za, Gnoc­chi, Zimt­kek­se, vega­ne Bur­ger Pat­ties, Apfel­küch­lein und natür­lich wei­te­re Bro­te und Bröt­chen für jeden Geschmack geben.

 

Im nächsten Leben werde ich Lebensmittelchemikerin.

Das wür­de mir bestimmt viel Zeit erspa­ren! Obwohl – ich bin sehr froh, dass ich mei­ne Erfah­run­gen mit mei­ner Fami­lie und mit mei­nen Kun­den tei­len darf. Ich bin froh, dass ich es pro­biert habe.

Wenn wir uns Zeit neh­men, etwas aus­zu­pro­bie­ren, wer­den wir uns über vie­les bewusst. Wir fin­den her­aus, was uns wich­tig ist, wer die Men­schen sind, die wir lie­ben, und was wir ihnen geben kön­nen. Wir for­men Tra­di­tio­nen um, damit sie zu uns pas­sen und uns kei­ne Zeit mehr rau­ben. Wir schaf­fen neue Tra­di­tio­nen , die uns Zeit schen­ken, den Stress redu­zie­ren und gesund für uns sind.

Pro­bie­ren Sie es aus. Ich kann aus eige­ner Erfah­rung sagen, dass es sich lohnt.