Rezept für Christstollen

07.12.2020

Es ist allerhöchste Zeit einen Stollen zu backen, daher gibt es heute ein Rezept für Christstollen. Rezept für ein Christstollen
Ein richtiger Stollen muss durchziehen, wenigstens 2 Wochen. Also bis Weihnachten die perfekte Zeit jetzt zu backen.
Glutenfrei aber perfekt so wie er sein muss: buttrig, mit einem Hauch Gewürzen mit saftigen Rosinen und kandierten Orangenschalen.

Rezept für Christstollen

Zutaten für einen Stollen

  • 150 g Mandelmehl
  • ½ Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 100 g Haferfaser oder alternativ Bambusfaser
  • 70 g Xylit
  • ½TL Zimt
  • 1 Prise Kardamon (gemahlen)
  • 1 Prise Nelken (gemahlen)
  • 60 ml Milch (ich nehme Mandelmilch)
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 125 g weiche Butter
  • 75 g gehackte Mandeln
  • je 50 g Rosinen (oder Sultanien) und Cranberries
  • 50 g Orangeat (wer mag auch gerne Zitronat)
  • 3 EL Amaretto
  • 1 EL Rum
  • 65 g Butter (für die Glasur)
  • 65 g Erythrit-Puderzucker (für die Glasur)

Zubereitung des Christstollen

  1. Am besten schon am Vorabend das Orangeat mit den Rosinen und den gehackten Mandeln in eine Schüssel geben. Mit dem Amaretto und dem Rum übergießen, gut umrühren und über Nacht ziehen lassen.
  2. Zunächst die Milch in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen. Nicht zu heiß werden lassen. Die Hefe mit 1 EL von dem Zucker in der Milch auflösen. Gut umrühren und ca. 10 Minuten stehen lassen, bis die Hefe reagiert.
  3. Währenddessen das Mandelmehl mit dem Fasermehl (Hafer- öder Bambusfaser) in eine große Rührschüssel geben. Mit dem Xylit, dem Zimt, Kardamom, den gemahlenen Nelken und einer Prise Salz mischen. In der Mitte eine Mulde bilden, dort die Milch-Hefe-Mischung hinein gießen. Abdecken und ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  4. Dann die Butter schmelzen und abkühlen lassen. Zusammen mit dem Ei zum Teig geben und mit den Knethaken zu einem glatten Teig kneten. Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und an einen sehr warmen Ort (am besten auf oder unter die Heizung) stellen. Zwischen 1 – 3 Stunden gehen lassen, der Teig sollte sein Volumen verdoppeln.
  5. Nach der Ruhephase das Mandel-Rum-Orangeat-Gewürz Gemisch in den Teig kneten und den Teig nochmals 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  6. Den Teig auf eine gemehlte Arbeitsfläche geben und einen ovalen Fladen ausbreiten.
  7. Optional könnt ihr den Stollen mit Marzipan füllen. Dazu das die Marzipanrolle längs auf die Teigfladen legen und einklappen.
  8. Den Stollen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen.
  9. Währenddessen den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  10. Den Teig zunächst 30 Minuten bei 200°C backen, dann die Temperatur auf 175°C senken. Nochmals 15 – 20 Minuten backen.
  11. Währenddessen 125 g Butter schmelzen und den Stollen direkt wenn er aus dem Ofen kommt damit einstreichen. Mit Puderzucker bedecken. Diesen Vorgang 2 – 3 mal wiederholen.
  12. Gut auskühlen lassen und eng in Alufolie einwickeln. Der Stollen sollte mindestens 1 bis 2 Woche durchziehen.
  13. Vor dem Anschneiden nochmals Erythrit-Puderzucker über den Stollen sieben.

Tipp für die Hefe

Glutenfreies Backen mit ist nicht ganz so einfach. Vor allem im Zusammenhang mit Hefe. Da der Teig nicht so schön aufgeht wie “normale” Teige. Aber ich habe einen Tipp für euch! Glutenfreier Hefeteig braucht einfach die volle Hitze-Dröhnung. Ich glaube in einer Sauna würde er sich ganz wohl fühlen. Also stelle ich den Teig auf die Heizung, drehe sie auf Stufe 5 und warte 2 – 3 Stunden.
Das ist schon fast alles, was man über glutenfreien Hefeteig wissen muss. Der Rest lief wie gehabt.

Anstelle von Orangeat und Zitronat könnt ihr auch kandierte Orangen- und Zitronenschalen verwenden. Wer Zeit und Muße hat, kandiert die Schalen selbst, aber das ist eine recht langwierige Sache.

Schon gewußt?

Ein Stollen oder eine Stolle ist ein brotförmiger Kuchen aus schwerem Hefe-Feinteig. Wertgebende Bestandteile sind Fett und Trockenfrüchte (oft Sultaninen) oder andere Füllungen wie etwa Marzipan oder Mohn. Allgemein werden Stollen ganzjährig hergestellt. Wenn man sie (wie traditionell überwiegend) in der Advents- und Weihnachtszeit herstellt oder verzehrt, bezeichnet man sie auch als Christstollen oder Weihnachtsstollen, ohne dass es prinzipiell Unterschiede in der Rezeptur gibt.

Schon gewußt? Ursprünglich galt der Christstollen als Fastenspeise. Dank eines Papstbriefes ­verschafften sich die Sachsen einen Wettbewerbsvorteil. Doch erst der Handel mit Gewürzen katapultierte das Backwerk in neue Dimensionen. Es wurde zu einem weihnachten Luxusgebäck.

Viel Spaß beim Nachbacken mit diesem Rezept für ein Christstollen!

In diesem Sinne wünsche ich allen eine wundervolle & friedvolle Adventszeit
Herzliche Grüße & bleiben Sie gesund!