Glutenunverträglichkeit

29.01.2019

Die Bezeich­nung “glu­ten­frei” begeg­net uns im täg­li­chen Leben immer häu­fi­ger. Bei einer Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit bzw. Zölia­kie besteht eine lebens­lan­ge Unver­träg­lich­keit gegen­über dem Kle­ber­ei­weiß Glu­ten. Die­ses Pro­te­in (bzw. Pro­te­in­ge­misch) ist in sehr vie­len Getrei­de­sor­ten ent­hal­ten und Bestand­teil unse­rer täg­li­chen Ernäh­rung.

Zöliakie und ihre Symptome

Müdig­keit, Unkon­zen­triert­heit, Ver­dau­ungs­be­schwer­den – es gibt vie­le Anzei­chen für eine Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit. Dabei weist die Krank­heit sowohl Merk­ma­le einer All­er­gie als auch jene einer Auto­im­mun­erkran­kung auf. Ihr Ursprung ist nicht ganz klar. Jedoch ist Getrei­de für unse­ren Kör­per evo­lu­ti­ons­bio­lo­gisch gese­hen rela­tiv neu: Bis vor 5.000 – 10.000 Jah­ren war es näm­lich kein Haupt­be­stand­teil unse­rer Ernäh­rung. Zölia­kie ist zudem ver­erb­bar.

Nur etwa 0,5 Pro­zent der Men­schen lei­den an Zölia­kie. Sie äußert sich in einer chro­ni­schen Ent­zün­dung des Dünn­darms. In Deutsch­land sind etwa 800.000 von der Unver­träg­lich­keit betrof­fen. Aller­dings haben viel mehr Men­schen eine aus­ge­präg­te Wei­zen­all­er­gie. Die­se äußert sich in sehr ähn­li­chen Sym­pto­men und wird des­halb häu­fig ver­wech­selt. Auch wenn man kei­ne Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit oder Wei­zen­all­er­gie auf­weist, ist eine glu­ten­freie Ernäh­rung sehr gesund.

Das sind mögliche Symptome einer Zöliakie:

• Ver­dau­ungs­pro­ble­me wie Blä­hun­gen, Durch­fall oder Ver­stop­fung

• Anfäl­lig­keit für Krank­hei­ten auf­grund eines geschwäch­ten Immun­sys­tems

• Haut­pro­ble­me wie Juck­reiz und Auto­im­mun­re­ak­tio­nen wie Schup­pen­flech­te

• Psy­chi­sche Sym­pto­me wie Depres­si­on, Mut­lo­sig­keit, Stim­mungs­schwan­kun­gen

• Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me und Antriebs­lo­sig­keit

• Migrä­ne­ar­ti­ge Kopf­schmer­zen

• Chro­ni­sche Müdig­keit, Schlapp­heit, feh­len­de Aus­dau­er, Kraft­lo­sig­keit

• Ent­zün­dun­gen, Schmer­zen in den Gelen­ken, z.B. an den Fin­gern, Kni­en oder der Hüf­te, Glie­der­schmer­zen und rheu­ma­ti­sche Erschei­nun­gen

• Eisen­man­gel und blas­se Haut bis hin zu Blut­ar­mut

• Reib­ei­sen­haut: eine Ver­hor­nungs­stö­rung der Haar­fol­li­kel, die am häu­figs­ten an Ober­ar­men und Ober­schen­keln auf­tritt. Eine mög­li­che Ursa­che ist ein Fett­säu­ren- und Vit­amin-A-Defi­zit. Außer­dem wird die­ses Sym­ptom durch eine geschä­dig­te Darm­wand ver­stärkt.

Was ist Gluten eigentlich?

Glu­ten ist ein bestimm­tes Pro­te­in, das Kle­ber­ei­weiß. Es kommt in Wei­zen, Rog­gen und Gers­te sowie in deren Abstam­mun­gen oder Kreu­zun­gen wie Din­kel, Grün­kern, Kamut und Ein­korn vor. Das Eiweiß ist schwer ver­dau­lich und berei­tet vie­len Men­schen Pro­ble­me. Eini­ge Men­schen füh­len sich schlapp, wenn sie glu­ten­hal­ti­ge Lebens­mit­tel geges­sen haben.

Glutenfreie Lebensmittel

Zum Glück gibt es von Natur aus vie­le Lebens­mit­tel, die glu­ten­frei sind. Dazu gehö­ren:

√ Mais

√ Reis

√ Wild­reis

√ Hir­se

√ Sesam

√ Soja

√ Buch­wei­zen

√ Ama­ranth

√ Qui­noa

Lein­sa­men

√ Hanf

√ diver­se Hül­sen­früch­te (Man­deln, Hasel­nüs­se, Wal­nüs­se, Para­nüs­se etc)

√ Fet­te und Öle

Eine gesun­de und glu­ten­freie Ernäh­rung ist ganz leicht! Eine abwechs­lungs­rei­che Diät aus natur­be­las­se­ne­nen Lebens­mit­teln wie Gemü­se, Fisch, Fleisch, Geflü­gel, Eiern, Kräu­tern, Gewür­zen und Nüs­sen bil­det dabei die Grund­la­ge. Sol­len es doch mal Getrei­de­pro­duk­te sein, emp­fiehlt sich fer­men­tier­tes Getrei­de. Am bes­ten greift man aber auch bei Brot und Bröt­chen zu glu­ten­frei­en Alter­na­ti­ven, die Nuss- und Saa­ten­meh­le, wie Floh­sa­men­scha­len oder Chia-Samen, ent­hal­ten.

Alle unse­re MITO­BACK-Back­mi­schun­gen sind frei von Glu­ten. Sie sind daher beson­ders gut bekömm­lich und gera­de für Men­schen mit einem emp­find­li­chen Magen-Darm-Trakt zu emp­feh­len.